Da kamen uns bisher nur die traditionellen, holländischen Klompen
in den Sinn - nicht gerade bequem! Aber jetzt gibt es tatsächlich weiche
Sneakers, die aus Holz gefertigt sind.
Nachhaltiges Material, vegan,
mit geringer Belastung für unser Ökosystem und dann auch noch stylish?
Beim neuen Modell der Vagabond Shoemakers scheint das tatsächlich in
allen Punkten zu passen! Denn diese präsentieren ihren Kult-Sneaker Paul
aus recycelbarem Kirschbaum-Material.
Dafür wurden im
Fertigungsprozess dünne Blätter aus Holz mithilfe einer Technik, die
Widerstand und Haltbarkeit gewährleistet, auf einer Baumwollbasis
angebracht. Um das Holzmaterial weich und „lederartig“ zu machen, wird
die Oberfläche dann mit Mikro-Laser geätzt.
Die Schuhe werden diese Woche auf Vagabond.com gelauncht und sind zum Preis von 150 Euro in ausgewählten Vagabond Concept Stores erhältlich.
11.05.2017 –
Bei Holzschuhen denkt man schnell einmal an die holländischen Klompen,
unbequemes Gehen oder lautes Klappern. Dass es auch anders geht, beweist
die Kärntner Schuhmanufaktur Woody.
In
Handarbeit und mit mehr als 35 Arbeitsschritten erzeugt man in Kärntner
Sittersdorf rund 50.000 Paar Schuhe jährlich. Von der Baumfällung bis
zum Verkauf sind es sogar 560 Handgriffe. Die Besonderheit der „Woodys“:
Um den „harten“ Gehcharakter auszuschließen, bringt man eine flexible
Kautschukmasse in die Holzsohle aus Weide oder Zirbe ein. Diese macht
sie biegsam und somit bequem beim Tragen. Die Woodys gibt es in vielen
Varianten für Damen und Herren – von „Ankle Boots“ bis zu Pantoffeln mit
Kuhfell. Zu kaufen sind die schicken Holztreter im ausgesuchten
Fachhandel, online oder im Fabriksverkauf in Sittersdorf.
Klick, klack: Der Clog ist nach wie vor angesagt.
Aber lässt sich der Holzschuh noch verbessern? Gewiss doch. Von einer,
die auszog, den Holzschuh neu zu erfinden.
Wer
kennt sie nicht: Clogs, die Schuhe mit der charakteristischen Holzsohle.
Insbesondere in den siebziger und achtziger Jahren, als es eine ganze Generation in den
klackernden Schuhen mit der Sohle aus Pappel-, Erlen- oder Ahornholz gegen
Krieg und Politik protestierten, erreichte der Holzsohlenschuh einen größeren
Bekanntheitsgrad.
Einen
Nachteil haben die Kulttreter jedoch: Die starre Sohle bietet wenig
Tragekomfort. Cristina Mühle, seit Kindestagen Clog-Fan, hatte hier eine
zündende Idee. Die starre Sohle flexibel und
leicht machen und den Schuh etwas moderner machen. Der
herkömmliche Clog war starr, laut und klapperte beim Laufen.
Sein Identifikationsmerkmal war auch sein Schwachpunkt. Mühle löste das
Problem, indem sie ein Zwischenstück aus Gummi
einsetzte, wodurch die Sohle flexibler und der Schuh komfortabler wurde.
Softclox nennt sie ihren neuen Holzschuh, der ihr auch gleich eine neue
Existenz sicherte: "Wir haben mit der Idee und der Umsetzung einiger
Prototypen begonnen. Daraus ist in den letzten zehn Jahren eine
eigenständige
Marke mit rund 300 Modellvarianten entstanden, die wir in 18 Ländern
verkaufen", sagt sie. Heute ist die Designerin Geschäftsführerin ihres
eigenen Unternehmens.
Schuhtrend Clogs: Der Holzschuh bekommt diese Saison ein modisches Update
Espadrilles, Loafer, Slingback-Pumps – all diese Schuhmodelle stehen bereits bei uns im Regal und warten darauf, bei Sonnenschein und lauen 20 Grad ausgeführt zu werden.
Clogs sollten ebenfalls unbedingt auf eurer Wunschliste stehen. Die schwedischen Holzschuhe haben von Labels wie Chloé oder Gucci ein modisches Update verpasst bekommen.
Es gibt Pantoletten, Sandalen, Mules und sogar High Heels mit Nieten à la Céline, die zum Kleinen Schwarzen passen.
München
- Die eine stellt Holzschuhe her - aber in sexy! Die anderen beiden
wollen Stoffe aus Bananenpflanzen produzieren. Die tz hat zwei
innovativen Münchner Modeunternehmen einen Besuch abgestattet.
Ein
Holzschuh, aber bequem - und sexy! Das war die Idee, die Cristina Mühle
(48) vor rund zehn Jahren hatte. Seit ihrer Kindheit trägt die
Münchnerin „Holzklapperl“, wie sie selbst sagt.
Nun wollte sie die Schuhe zu
jeder Jahreszeit und zu jedem Anlass tragbar machen. Mittlerweile ist
sie mit ihrem Unternehmen Softclox mit Sitz in Sendling Marktführerin in
ganz Europa.
Was ihre Schuhe
auszeichnet: Eine extrem leichte und vor allem biegsame Holzsohle aus
Pappel oder Erle. Möglich macht’s ein integriertes Gummigelenk vorn in
der Mitte.
Oberhalb der Sohle
sorgt weiches Leder für Stil und gutes Gefühl. Je nach Saison gibt es
Sandalen, Halbschuhe, Pumps oder Winterstiefel (zwischen 100 und etwa
250 Euro).
Alle Schuhe lässt
Mühle komplett in Europa produzieren - auch alle Materialien stammen aus
Europa. 2006 brachte die Münchnerin zusammen mit ihren zwei
Geschäftspartnern Andy Klautzsch (Design) und Thomas Huber (Produktion)
die erste Kollektion auf den Markt.
Nicht
immer ohne Hürden: „Manche Händler waren schon skeptisch, ob das nur
ein Trend ist.“ Während der Unternehmensgründung war Mühle
hochschwanger.
Doch:
„Ich hatte nie Angst, dass ich das mit einem Kind nicht schaffen kann.“
Wenn ein wichtiger Termin anstand, sprangen kurzerhand die beiden Omas
oder Mühles Mann ein.
Oder
die Unternehmerin rückte einfach samt Tochter an. Heute ist Chiara zehn
Jahre alt - und nimmt die Entwürfe der Mama schon mal kritisch unter die
Lupe.
Und weil Mühle davon
überzeugt ist, dass Frauen mit Kindern wahre Organisationstalente sind,
arbeiten bei ihr besonders viele Mütter.
Rund
120 Mitarbeiter hat das Unternehmen mittlerweile, pro Kollektion gibt
es 30 neue Modelle. Mühle verkauft ihre Holzschuhe an ausgewählte lokale
Händler und über ihren Onlineshop (softclox.com).
Jährlich
sind es mehr als 100 000 Schuhe in 18 Ländern. Die Holzschuhe bieten
mehrere Vorteile: Einmal sind sie durch das Fußbett bequem und geben
viel Halt. „Das Holz ist außerdem antibakteriell und kann die Temperatur
ausgleichen“, sagt Mühle. Wer mag, kann die Schuhe barfuß tragen. Heiße
Füße im Sommer und kalte im Winter sind so oder so passé.
Mühle
geht mit ihrer Tochter sogar Schlittenfahren mit ihren Softclox.
„Wasser und Holz vertragen sich hervorragend, durch das Gummiprofil
rutsche ich auch nicht ab.“ Nur an die Heizung sollten die Schuhe zum
Trocknen nicht gestellt werden, „sonst sind sie die pflegeleichtesten
überhaupt“.
Angst, mit den neuen
Schuhen zu klappern, muss keine Kundin haben: Durch die Gummischicht
unten an der Sohle sind sie flüsterleise.
… und ihre Stoffe sind voll Banane
Stoff-Wechsel,
könnte man sagen … Caroline Priese (26) und Madhunandan Maithili Sharan
(31) stellen mit ihrem Münchner Start-up „Shucie“ Stoffe aus
Bananenpflanzen her - als Alternative zur gängigen Baumwolle.
Entstanden
ist die Idee der beiden im Zertifikatsprogramm „Gesellschaftliche
Innovationen“ der Social Entrepreneurship Akademie. Die Akademie ist
eine Einrichtung der vier Münchner Hochschulen und will soziales
Unternehmertum fördern.
Die
beiden Jungunternehmer hatten ein Vollstipendium und sind - zunächst
noch mit einer dritten Mitstreiterin - schnell auf ihre Idee zu den
Bananenstoffen gekommen. Für den Anbau von Baumwolle müssten viele
Pestizide gespritzt und reichlich Wasser verbraucht werden. „Jährlich
gehen sechs Prozent des menschlichen Trinkwassers dafür drauf“, sagt
Priese.
Die Bananenpflanzen
dagegen würden wegen der Früchte eh angebaut - und der Stamm und die
Blätter seien eigentlich ein Abfallprodukt. Nur sinnvoll also, sie
weiterzuverarbeiten. Mit einer Maschine wird aus dem Stamm und den
Blättern das Garn gewonnen, aus dem dann der Stoff gewoben wird.
Das
Gute am Bananenstoff: „Er ist atmungsaktiv und leicht, was ihn für
Sportkleidung interessant macht.“ Erste Stoffmuster haben die zwei
Jungunternehmer schon gesichtet. Sie arbeiten mit Lieferanten aus Indien
zusammen. „Madhu kommt gebürtig von dort - und hat von daher viel
Hintergrundwissen und Kontakte.“
Anfang
2016 wollen die beiden Jungunternehmer mit dem Verkauf der Stoffe
anfangen. Gut, dass sie gerade eben ein bisschen Startkapital
dazubekommen haben: Beim „Strascheg Award“ der Hochschule München haben
die zwei Mitte Oktober 2000 Euro gewonnen.
Auf Pinterest lassen sich bereits
Pinnwände mit unzähligen Einträgen zum Thema Clogs und Promis, die diese
tragen, entdecken. Aber wie alltagstauglich ist dieser Schuh eigentlich
wirklich?
Auch Schauspielerin Kate Bosworth steht auf die trendigen Holzschuhe.
Achtung, Achtung: Von England ist wieder ein frisches stylisches Item zu uns herübergeschwappt! Es ist klobig, aus Holz und soll sich ganz wunderbar an die Füße der Frauen schmiegen. Der Clog ist zum absolut heißen It-Schuhwerk avanciert.
Und die Engländer müssen es wissen. Schließlich lässt sich in ihren
Outfits immer eine gekonnte Balance aus Eleganz und Gelassenheit
wiederfinden. Das wollen wir auch sofort nachmachen!
Der Trend: Öfter mal was Neues
Na gut, so wirklich nigelnagelneu sind diese klotzigen Treter nicht, aber im Frühling/Sommer 2015 gelten andere Stil-Regeln als einst. Clogs trägt Frau zu einem herrlich sommerlich luftigen Look. Eine weite, hochgeschlossene Hose
flattert um die Beine und untenherum sorgt der britische Import für
einen starken Kontrast. Für den seriösen Touch bietet ein Blazer zu dem
außergewöhnlichen Schuhmodell einen ebenso passenden Ausgleich. Und
damit wirkt man sogar mit Clogs optimal bürotauglich und kein bisschen wie eine Bauernmagd, die sich durch ein Wurmloch in die Jetzt-Zeit katapultieren konnte.
Auch die Stars schließen sich dem Schuh-Statement an
Pop-Stars wie Katy Perry (30) und Miley Cyrus (22), Schauspielerinnen wie Sarah Jessica Parker (50), Scarlett Johansson (30) und Elle Fanning (17) wurden schon mehrfach mit modischen Clogs gesichtet. Allesamt erhielten sie dafür viel Beifall. Sie schlüpften in die gemütlichen Latschen zum Date, zum Shoppen oder sogar zum Film-Dreh.
In jedem Fall sahen sie blendend darin aus! Schaut man sich die
Streetstyle-Looks dieser Promis genauer an, lässt sich feststellen, dass
der Clog 2015 auf viele unterschiedliche Weisen auffallen kann. Da ist
für jeden Mode-Typen was dabei!
Welcher Clog-Typ bist du?
Sollten es Clogs mit deutlich sichtbaren Nieten sein? Mit hohen Absätzen für besonders lange Beine? Sollte das Modell aus Naturleder, aus Nubukleder oder gar Fell oder Lack
sein? Auch die Auswahl an Farbtönen und exotischen Musterungen ist
schier unendlich. Doch es kann ein Favorit bei diesem Mode-Highlight
ausgemacht werden: Braun ist der Renner! Ob im Office oder in der Freizeit: Mit einem braunen Paar Clogs
scheint man einfach immer genau richtig angezogen zu sein. Ein weißes
Sommerkleid (zum Beispiel mit Spitze) dazu gemixt oder auch ein Jumpsuit
– und schon ist hinter dem ganz individuellen Aussehen noch ein
formvollendetes Ausrufezeichen gesetzt.