Sonntag, 29. Oktober 2017

In Klompen aus Holz bei Frost zum Königspaar aus Amsterdam

In Klompen aus Holz bei Frost zum Königspaar aus Amsterdam

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Wie Weimar König Willem und Königin Máxima begrüßte: Mit Blumen, Mützen und der Geusenhymne
An der Brüstung vor dem Goethe- und Schiller-Archiv erläuterten Direktor Dr. Bernhard Fischer (links) und OB Stefan Wolf den Gästen den Blick auf Weimar. Foto: Michael Baar An der Brüstung vor dem Goethe- und Schiller-Archiv erläuterten Direktor Dr. Bernhard Fischer (links) und OB Stefan Wolf den Gästen den Blick auf Weimar. Foto: Michael Baar
Weimar. Mit einem langen und mehrreihigen Spalier gegenüber der Anna-Amalia-Bibliothek haben Weimarer und Gäste der Stadt gestern das niederländische Königspaar empfangen. Vor der Bibliothek warteten OB Stefan Wolf und Bibliotheksdirektor Reinhard Laube, der erstmals Staatsgäste begrüßte. Gegenüber jubelten und knipsten die Bürger.
Das Ständchen der Landsleute Frederik Bergsma und Vincent Hamann sowie ihrer Begleiter trug wesentlich zur guten Stimmung bei: Het Wilhelmus ("Der Wilhelm"), die Geu­senhymne, ist die Nationalhymne der Niederländer. Die Freunde hatten sich zuvor im "schmalen Handtuch", dem Gasthaus "Am Goethebrunnen" eingesungen, wo der ausgebildete Sänger Frederik seine Brötchen auch verdient. Trotz drei Grad Frost trug er für den königlichen Besuch sogar Klompen, die traditionellen Holzschuhe.
Als Fans der Niederlande gaben sich aber nicht allein Landsleute zu erkennen. Kati Preuß hatte eine orangefarbene Kappe mit Aufdruck aufgesetzt, die sie sich einst im Urlaub zulegte. Die Gastronomin aus dem Felsenkeller wollte damit den Niederländern schon bei der Fußball-EM zujubeln – woraus mit deren Ausscheiden allerdings nichts wurde. Jetzt aber hatte die Kappe einen offiziellen Zweck.
Die Studentin Laura war sogar eigens aus Erfurt nach Weimar gefahren, um König Willem und Königin Máxima zu sehen. Den kurzen Stadtbummel an der Krämerbrücke hatte sie verpasst, weil eine Klausur anstand. Die Studentin der Staatswissenschaften ist in der Nähe der deutsch-niederländischen Grenze geboren und so schon herkunftsbedingt eine Freundin der Oranjes. Ihre Hoffnung, Königin Máxima in Weimar einen kleinen Strauß orangefarbener Rosen überreichen zu können, erfüllte sich jedoch nicht. Im dichten Spalier der Menschen stand sie zu weit links, um das noch zu korrigieren.
Hinter dem Spalier übrigens ging Georg Prinz zur Lippe, der einst in Weimar einen Weinberg anlegte, in Richtung des Studienzentrums. Er war als weitläufiger Verwandter zur Mittagstafel eingeladen. Gleiches galt auch für Prinz Michael und Prinzessin Dagmar von Sachsen-Weimar und Eisenach.
Michael Baar / 09.02.17

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